Bundeshaus-Blog
Der erste Tag
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Begleitet von meinem Mann, meinem Bruder und zwei JournalistInnen steige ich ziemlich nervös in den Zug nach Bern. Dabei ist es gar nicht die bevorstehende Vereidigung, die mich momentan am meisten beschäftigt, sondern das Zeitmangement. Wenn wir in Bern sind, muss ich zuerst geschwind das Gepäck in die Wohnung tun, dann gibt es vor dem Bundeshaus noch Fotos, dann habe ich einen Interviewtermin mit einer Journalistin von der „Le temps“ und danach kann es dann endlich losgehen.
Das Innere des Bundehauses gleicht einem Bienenstock. Ganz viele Leute gehen ganz schnell und ganz wichtig hin und her. Ich selber bin erst mal absorbiert von den ganz profanen Fragen wie: Wo ist das nächste WC? Wo kann man einen Kaffee trinken? Was mache ich mit den Mengen von Papier auf meinem Pult? Warum funktioniert das WLAN nicht? etc. Bei der Vereidigung wird man dann aber doch sehr warm ums Herz und ich kann endlich einen Moment innehalten. Jetzt bin ich da, wo ich immer sein wollte. Das erfüllt mich mit Freude und Stolz, aber auch mit Respekt vor der politischen Arbeit, die kommen wird. Finde ich hier meinen Platz? Werde ich mich genügend einbringen können? Ziemlich erledigt bin ich dann auch bei Sitzungsschluss. Jetzt noch schnell „poschten“, damit ich wenigstens das Nötigste in der Wohnung habe.
